Nine to Five? Lieber 5 Hour Power und früher in den Feierabend!

Bild Titel: Alltags- und Arbeits-Routine mit der Dosierskala des Espresshots (Credits: Monika Schreiber)

Die Bezeichnung „nine to five“ (fortlaufend „9 to 5“) meint das klassische Arbeitsmodell von 9 Uhr morgens bis 17 Uhr abends. Fragt man den Duden, so sagt er einem, dass der Gebrauch der Bezeichnung „oft leicht abwertend“ im Sprachgebrauch verwendet wird. Das finden wir gerechtfertigt. Wenn es dir auch so geht, dann lies gerne weiter. Wenn nicht, lies doch einfach trotzdem weiter und erfahre, mit welcher einfachen Formel 5 Hour Power möglich ist. x.

Woher kommt 9 to 5?

Ein geregelter Arbeitstag scheint heute das normalste auf Erden zu sein. Doch das war nicht immer so. Die Bezeichnung 9 to 5 geht auf eine Forderung der Arbeiterbewegung im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts zurück. In den USA wurde die 40 Stunden Woche Ende der 30er Jahre eingeführt. In Deutschland hielt sie sogar schon ein paar Jahre eher Einzug, nämlich nach dem Ende des 1. Weltkriegs. Damals wurde für die 40 Stunden Woche gekämpft und ihre Einführung mit offenen Armen begrüßt, weil sie als Erleichterung galt. Der Hintergrund der lautstarken Forderung war eine verlässliche und einheitliche Strukturierung der Arbeitszeit und der Freizeit, deren jeweiliges Ausmaß davor oft durch Willkür des Arbeitgebers geprägt waren. Der Achtstundentag basiert auf der einfachen Rechnung, dass der Tag mit bekanntlich 24 Stunden in 3 gleiche Teile je 8 Stunden gegliedert sein sollte. 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf. Alles sollte sich in gleichen Teilen gewichten. Heute spricht man von der sogenannten „Work-Life-Balance“. Im echten Leben da draußen verschiebt sich dieses theoretische Gleichgewichtskonstrukt jedoch gerne. Ein paar Stunden vom Schlaf oder der Freizeit werden abgezwackt, um hier und da noch ein paar Überstunden im Büro dranzuhängen. Die Waage gerät in Schieflage und die Folgen sind Stress, Unzufriedenheit und Überlastung bis hin zu modernen Volkskrankheiten wie Burn-Out und Depression. Also wieder zurück zum sicheren Hafen der 40 Stunden Woche?

Ist 9 to 5 noch zeitgemäß?

Die Welt dreht sich weiter. Was früher noch herbeigesehnte Erleichterung war, muss heute nicht mehr so sein. Es gibt Stimmen, die behaupten, das Modell der 40 Stunden Woche ist längst überholt. Wir leben in einem Zeitalter, in dem nationale Grenzen immer weiter verschwimmen und die Welt immer näher zusammenrückt. Transnationale Handelsbeziehungen und wirtschaftliche Kooperation spannen ein dichtes Netz über den Globus. Und der Globus ist nun mal physikalisch bedingt in verschiedene Zeitzonen unterteilt. Die Uhr tickt unaufhaltsam weiter. Auch die Digitalisierung setzt sich immer flächendeckender durch und verlangt von dir, ständig erreichbar zu sein. Und nun soll man solche Phänomene in verstaubte Schubladen a là 9 to 5 zurückpressen?

Aber lautet die bessere Antwort dann einfach immer mehr arbeiten? Keine klaren Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zu ziehen? Hatten wir es nicht vor ein paar Zeilen vom rasanten Zuwachs moderner Systemkrankheiten? Immer mehr Malochen kann also nicht die Lösung zu sein. Bis uns künstliche Intelligenzen die ganze Arbeit abnehmen und das ganze Konstrukt der Lohnarbeit folglich umgedacht werden muss, sollten wir also eine andere Strategie fahren. Und lösungsorientierte Strategien fußen im besten Fall auf einer Analyse des problembehafteten Ist-Zustands. Fragt man Erwerbstätige, so gaben 29% der Männer und 21% der Frauen an, das zu viel Arbeit ineffektives Handeln nach sich zieht. Warum nicht also weniger Arbeitszeit bei effektiverem Handeln? Klingt plausibel? Warum macht das dann keiner?

6 Stunden in Schweden

Bild Titel: Flagge Schweden (Credits: Wikipedia)

Bild Titel: Flagge Schweden (Credits: Wikipedia)

„Less working hours a day, keep the doctor away“ oder wie der Schwede sagen würde: „Mindre arbetstid om dagen, håll läkaren borta“ – reimt sich nur nicht. Aber mal im Ernst: Kann das Prinzip der Zeitentlastung bei sonst gleichbleibender oder sogar gesteigerter, wirtschaftlicher Effektivität überhaupt funktionieren? Wagen wir einen Blick ins benachbarte skandinavische Königreich, wo schon länger mit dem Sechsstundentag experimentiert wird.

Pionierarbeit leistete dabei das Toyota-Werk in Göteborg, das bereits 2003 die Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden reduzierte und damit als Vorbild für andere Unternehmen voran ging. Derzeit laufen vor allem im Gesundheits- und Pflegesektor Schwedens ähnliche Versuche. Der Grund: Gerade in diesem Bereich meldet sich das Personal überdurchschnittlich oft krank oder wechselt den Arbeitsort. Man mutmaßte, mit der Verringerung der Arbeitszeit diesem Missstand einen Riegel vorschieben zu können.

Et voilà, am Beispiel der Göteborger Sahlgrenska Universitätsklinik traten exakt diese erhofften Veränderungen ein: Vermehrter Personalzuwachs, mehr durchgeführte Operationen, weniger Wartezeiten für Patienten und eine in ihrer Gesamtbilanz besser wirtschaftende Klinik. Gleiches gilt für ein Altenheim in derselben Stadt (an dieser Stelle Shoutout nach Göteborg). Die Einführung der 30 Stunden Woche bei gleichbleibendem Lohn führte zu einer erhöhten Produktivität, weniger Krankmeldungen und allgemein zu mehr Zufriedenheit in der Belegschaft und bei den Patienten.

Der einzige Haken an der Sache: Das kostet Geld. Wenn Angestellte insgesamt weniger, wenn auch produktiver, arbeiten, braucht es mehr Angestellte, um den Pflegebetrieb konstant aufrecht zu erhalten. Den erhöhten Kosten steht aber neben den positiven Auswirkungen für den Einzelnen auch ein gesamtgesellschaftlicher Nutzen gegenüber: Mehr Menschen werden eingestellt, also gibt es weniger Arbeitslose, die unterm Strich weniger Arbeitslosengeld benötigen. Zusätzlich führt das reduzierte Stresslevel und weniger Krankheitstage zu einer Entlastung der Krankenkassen. Nur klagt das Pflegewesen derzeit eher über allgemeinen Personalmangel. Attraktivere Arbeitszeiten würden dem auf lange Sicht aber entgegenwirken. Weitsicht ist also gefragt.

5 Stunden in Bielefeld

Bild Titel: Bielefeld Universität Campus (Credits: pixabay)

Bild Titel: Bielefeld Universität Campus (Credits: pixabay)

Neben einer Vielzahl an alten Burgen und jeder Menge Vanillepudding beherbergt die 330.000 Einwohner Stadt auch die visionäre Beratungsagentur Rheingans, die die 5 Stunden Woche über die vergangenen 2 Jahre erprobt hat. Das Fazit ist auch hier durchwegs positiv. Die begrenzte Arbeitszeit wurde effizienter genutzt, indem an internen Organisationsstrukturen gefeilt wurde: Kein Smalltalk im Agentur Chat, kurze 15 Minuten Meetings mit klar definierter Agenda, nur 2 Mal am Tag Mails checken, damit der Fokus auf die eigentlich anstehende Arbeit nicht immer wieder unterbrochen wird. Dafür bleibt am Ende mehr Zeit für Teambuilding, wie beispielsweise das regelmäßige Kochen am Freitag ab 13 Uhr. Das interessante daran ist, dass die Agentur nach eigener Aussage trotzdem profitabel ist und ausreichend Aufträge bewältigt bekommt. Ein weiterer Pluspunkt: Alleinerziehende Mütter können trotzdem einem „Vollzeitjob“ nachgehen, während das Kind in der Kita bzw. Schule ist. Klingt zu schön, um wahr zu sein? In dem Buch „Die 5-Stunden-Revolution. Wer Erfolg will, muss Arbeit neu denken“ von Agenturinhaber Lasse Rheingans gewährt er einen umfassenden Einblick in das von ihm und seinem Team gelebte 5 Stunden Modell und versucht damit, auch anderen Arbeitgebern Denkanstöße zu geben.

 4 Stunden in Berlin

Bild Titel: Berlin Panorama Skyline Fernsehturm (Credits: Jonas Tebbe)

Bild Titel: Berlin Panorama Skyline Fernsehturm (Credits: Jonas Tebbe)

Manche gehen sogar noch einen Schritt weiter und fordern eine noch drastischere Arbeitszeitverkürzung. Wo, wenn nicht in der Stadt der Künstler und Freiheitsliebenden, entstand die „4-Stunden-Liga“? Sie ist ein gesellschaftspolitisches Projekt, das 2018 ins Leben gerufen wurde und das Konzept der Arbeit als hauptsächliche Teilhabe an der Gesellschaft in Frage stellt. Ihre oberste Forderung ist eine radikale Arbeitszeitverkürzung auf maximal 4 Pflichtstunden am Tag. Wer mehr arbeiten will, kann das nach wie vor tun. Doch vorgeschrieben soll es einem nicht werden. Die metaphorische Work-Life-Waage gewinnt dabei also auf der „Life“ Seite deutlich an Gewicht. 4 Stunden dienen der Lohnarbeit, 8 Stunden dem Ausruhen und die restlichen 12 Stunden sind „Life“. Nach Ansicht der Bewegung kann das Mehr an Freiraum zu einem erfüllteren und dennoch tätigen Leben beitragen, bei dem Freunden, Familie, Kultur und demokratischer Teilhabe mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Bisher natürlich wünschenswerte Utopie ohne akribisch ausgearbeitetes Konzept. Aber ohne progressives Denken und daraus resultierende, anfangs eben oft utopisch klingende Forderung, stagniert Gesellschaft und ihr vorwärtsgewandter Wandel.

Was lernen wir aus diesen Beispielen? Erstmal, dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, wie viel Zeit X für ein Arbeitspensum Y veranschlagt werden sollte. Das variiert und lässt sich nicht in Stein meißeln. Wir meinen: Die eine richtige und absolut gültige Zahl mag es möglicherweise gar nicht geben. Letztlich kommt es darauf an, dass ein gewisses Arbeitspensum erledigt wird, sodass Arbeitgeber- und -nehmer gleichsam zufrieden sind und ein ausbalancierter Interessenausgleich stattfindet. Wie viele Stunden das nun genau sind, ist primär nicht wichtig.

Gleiche Produktivität bei weniger Arbeitszeit – ESPRESSHOT machts möglich

Wenn man das begriffen hat, stellt sich die Frage, wie du Arbeit Y in weniger Zeit X bewältigen kannst. Dafür mag es unzählige Antworten geben, die aber alle auf die Grundfrage der Selbstoptimierung abzielen. Wie optimiere ich meinen Arbeitsalltag ist also die Grundfrage. Manche optimieren sich mit To-Do-Listen, manche mit Routinen (mehr dazu findest du in einem weiteren Blogpost von uns) oder mit selbst auferlegten Regeln. Es gibt abertausende Ratgeber, die dir erzählen, wie und wo man am besten an sich feilt.

Du willst dir aber nichts vorschreiben lassen und lange an dir rumfeilen?

Dir ist nach einer schnellen und zeitgleich einfachen Lösung?

Wir haben sie.

Nennt sich ESPRESSHOT.

5 Shots auf der Skala für 5 Hour Power.

Warum kompliziert, wenn‘s auch einfach geht?

Mit ESPRESSHOT bleibst du konzentriert und strukturierst deinen Arbeitsalltag.

 

Nachweis:

https://www.duden.de/rechtschreibung/Nine_to_five_  
https://www.handelsblatt.com/adv/dell/trends-in-der-arbeitswelt-warum-der-9-to-5-job-ausstirbt/19723646.html?ticket=ST-3711076-oWQD7mSh13e1rRXAWYeP-ap1  
https://editionf.com/9-to-5-das-ist-heute-gelebte-freiheit/  
https://utopia.de/arbeitstag-schweden-sechs-stunden-69820/ 
https://taz.de/Arbeitszeit-in-Schweden/!5459426/  
https://utopia.de/arbeit-firma-arbeitszeit-fuenf-stunden-72973/
Lasse Rheingans, Die 5-Stunden-Revolution (2019), Campus Frankfurt / New York, ISBN: 9783593442846
https://www.4hour-league.org/startseite/