Reisen in Zeiten der Pandemie - Die corona-verträglichsten Reiseziele in und um Berlin

Bild Titel: Corona-verträglich Reisen Wälder und Parks in Berlin und Brandenburg (Credits: Deglee Degi)

Das Coronavirus stellt unser aller Dasein auf den Kopf. Sein Einfluss auf unser gewohntes Leben ist enorm und der Rattenschwanz der Betroffenen lang. Manche Branchen sind mehr, andere weniger betroffen. Und Nutznießer gibt es unterm Strich nur ganz wenige. Zu den am stärksten betroffenen Wirtschaftszweigen zählt neben der Gastronomie und der Kulturbranche auch der Tourismus. Ein vermehrtes Reiseaufkommen fördert logischerweise die Verbreitung des Virus. Deutsche trif besonders hart. Sie lieben das Vereisen und belegen im Gesamtranking der reiselustigsten Länder den 3. Platz nach den USA und China.

Aber wie dieser Sehnsucht nach der Ferne nachkommen in solch schwierigen Zeiten? Ein Ansatz wäre, auf virtuelle Reisen umzusteigen. Nach dem ersten Lockdown setzten einige Reiseanbieter auf virtuelle Angebote – Stichwort „Remote Tourism“ – also Urlaub per Fernbedienung von der heimischen Couch aus. Von Safaris durch Wildtierreservate in Südafrika bis 360˚ Gipfel-Hopping in den Schweizer Alpen ist alles möglich. Doch einen wirklichen Ersatz für Reisen bietet das nicht, hängen die Erlebnisse doch von der Gesamtheit an Sinneseindrücken ab, die man in sich aufsaugt, wenn man unbekannte Ländereien erkundet.

Ein anderer Ansatz wäre, die Frage nach der Sehnsucht umzuformulieren und das Ruhebedürfnis nicht in der Ferne, sondern in der Nähe zu stillen. So entgeht man bösen Überraschungen. Nicht, dass plötzlich das Reiseland während des Aufenthalts zum Corona-Hotspot erklärt wird und die Einreise dadurch erschwert wird bzw. eine verlängerter „Urlaub“ in Quarantäne in den eigenen vier Wänden nach der Rückkehr droht. Gut zu wissen: Um einen Überblick über das Infektionsgeschehen in Europa zu bieten, hat die EU ein Corona-Ampel-System eingeführt. Mit weniger Restriktionen und Komplikationen kann man aber rechnen, wenn man sich innerhalb der deutschen Grenzen bewegt. Zwar können einem Ausnahmesituationen wie der Lockdown-Light im November auch hier einen Strich durch die Rechnung machen, jedoch gilt grundsätzlich, dass Deutsche angehalten sind, künftig vermehrt im eigenen Land zu reisen.

Bereits der Sommer hat gezeigt, dass das funktionieren kann. Gerade die Küstenorte entlang der Nord- und Ostsee waren in der Sommerzeit gut besucht. Der Städtetourismus hingegen hatte es deutlich schwerer. Das beruht auch auf der Logik, der Verbreitungsstrategie des Virus entgegenzuwirken und in möglichst siedlungsarme und weitläufige Regionen zu verreisen, anstatt in Ballungszentren einem erhöhten Infektionsrisiko ausgeliefert zu sein. No-Gos werden zudem die klassischen Skireisen im Winter und Massentourismus in Resort-Anlagen sein. Denn diese Urlaubsformen beruhen auf dem Prinzip der Quantität. Erst in der Menge der Touristen steckt das viele Geld. Billigflüge und All-Inklusive Reisen sind damit vorerst eher Geschichte. Zum Vorteil für das Klima. Zum Nachteil für diejenigen, die sich die Luxusreisen nicht mehr leisten können. Denn Platz kostet Geld. Das fängt bekanntlich schon bei der Beinfreiheit im Flieger an …

Die gute Nachricht: Platz haben wir hier bei uns jenuch! 

Deutschland ist zwar dicht besiedelt, jedoch gibt es in jedem Teil dieses Landes naturbelassene Rückzugsorte, die für ein relativ gesehen kleines Land eine umwerfende Vielfalt darstellen. Da wir vom #TeamESSPRESSHOT aus Berlin sind, kennen wir uns hier und im Umland am besten aus. Wir haben wir vorgenommen, unsere Lieblingsrückzugsorte in der Stadt und im benachbarten Brandenburg zusammenzutragen und diese mit euch solidarisch zu teilen. Dabei fokussierten wir uns auf Reiseziele, an denen man die Schönheit der Natur erleben kann und umringt von frischer Luft dem Covid-Plagegeist keine Chance gibt. Wichtig ist natürlich, dass in eurer Reisetasche der ESPRESSHOT nicht fehlen darf. Er unterstützt euch nicht nur bei der Anreise mit der Bahn, dem Fahrrad, Motorrad oder dem Auto, sondern versorgt euch auch mit der extra Power auf der nächsten Erkundungstour. Und weil er gar so kompakt ist, gibt es wirklich keine zulässige Ausrede, ihn nicht dabei zu haben ;)

Welche Rückzugsorte gibt es in Berlin?

Bild Titel: Berlin Tiergarten Panorama (Credits: Adam Vradenburg)

Berlin ist grün! Gerade für Außenstehende mag es nicht das erste sein, was einem in dem Sinn kommt, wenn man an die Hauptstadt denkt. Doch Parks und Grünanlagen nehmen 12,2% der gesamten Stadtfläche ein. Der erste Grundstock wurde schon im 15. Jahrhundert gelegt, denn da wurde der Lustgarten in Berlin-Mitte als erste öffentliche Grünanlage eröffnet. Heute sind es rund 2.500 Parks. Dazu kommen nochmal etwa 73.000 Kleingärten, 223 Friedhöfe und einige Sportanlagen. Dazu kommen nochmal rund 18% Waldflächen. Insgesamt macht das circa 26.450 Hektar, da sind umgerechnet über 37.000 Fußballfelder!

Nicht nur wir Menschen, sondern natürlich auch das Tierreich fühlt sich damit wohl. Aus diesem Grund sind in Berlin zwischen 20.000 und 30.000 Tierarten beheimatet, darunter auch viele bedrohte und geschützte, wie beispielsweise der Buntspecht oder der seltene Eremitkäfer. Längst verdrängt wurde das Berliner Wappentier, der Bär. Das letzte Exemplar im damaligen Brandenburg-Preußen wurde 1741 geschossen.

Unterwegs in Deutschlands größtem Stadtwald

Bild Titel: Deutschlands größter Stadtwald - Grunewald (Credits: Kazuend)

Wenn Berlin schon nicht mit wilden Bären punkten kann, dann wenigstens mit dem größten Stadtwald der Bundesrepublik. Der Grunewald im Südwesten wurde 2015 zum deutschen Forstgebiet des Jahres ausgezeichnet und beherbergt zusammen mit den anderen Stadtwäldern berlins rund eine halbe Millionen Bäume. Dazu kommen dann nochmal knapp 440.000 Straßenbäumen. Das lässt die Berliner aufatmen, denn jeder einzelne Baum kann in etwa 10 Einwohner mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgen. Rein rechnerisch ist da also noch Luft nach oben. Und weil uns Berlinern Orte wir der Grunewald so gut tun und wir auch ein wenig stolz auf seine Größe sind, gehört er definitiv zu unseren Favoriten unter den Rückzugsorten. Er ist unkompliziert mit der S-Bahn zu erreichen und bietet neben seltenen Pflanzen wie dem Lederblümchen und dem breitblättrigen Stendelwurz auch wunderbare Aussichtspunkte, von denen ein hervorragender Blick über das grüne Waldmeer und die Havel ausgeht. Empfehlenswert sind der Grunewaldturm auf dem Karlsberg am westlichen Ende des Waldes und der Teufelsberg, auf dem die Ruine einer amerikanischen Abhörstation aus der Zeit des kalten Krieges steht.

Die „grüne Lunge“ Berlins

Bild Titel: Berlins grüne Lunge - Tiergarten (Credits: Chad Greiter)

Aber auch andere Grünanlagen schreiben interessante Geschichten. Darunter der große Tiergarten, der auch als „grüne Lunge“ Berlins bezeichnet wird. Er ist mit 210 ha der zweitgrößte Park der Stadt. Sein Ursprung geht auf Friedrich den I. zurück, der den Park als Jagdrevier anlegen ließ. Seinem späteren Nachfolger Friedrich dem Großen, auch „alter Fritz“ genannt, behagte die Jagd aber nicht. So leitete er ab 1742 schrittweise die Umgestaltung des Tiergartens zu einem Volkspark ein. Viele der Strukturen von damals sind bis heute erhalten.

Freiflug auf dem Feld

Bild Titel: Rückzugsort Berlin Natur - Tempelhofer Feld (Credits: Jonas Tebbe)

Numero Uno der größten Parks und auch unser Lieblingsort in Berlin ist das berühmte Tempelhofer Feld im Südteil der Stadt. Eröffnet wurde der ehemalige Flughafen schon im Jahr 1923. Das Rollfeld und das 1926 errichtete, heute noch erhaltene Flughafengebäude, decken eine Fläche von 355 ha ab. Davon sind 300 ha reine Freifläche, die seit ihrer Öffnung im Jahr 2010 für die Stadtbewohner und Touristen frei zugänglich sind. Die Berliner lieben die Weitläufigkeit dieses speziellen Ortes, von dem eine Art magnetische Wirkung auszugehen scheint. Nirgends sonst in Berlin kann man sich so frei austoben, wie auf „dem Feld“. Daher wird es gerne intensiv von Radsportlern, Inline-Profis, Skatern oder zum Drachensteigen genutzt. Außerdem gibt es 18 künstlerische und soziale Dauerprojekte auf dem Feld, darunter ein einzigartiges Minigolffeld, das mehr einer bespielbaren Kunstinstallation ähnelt, zwei öffentlich nutzbare Gartenprojekte, eine Radwerkstatt und ein Begegnungszentrum im Hangar 1 mit etlichen Sport- und Kulturangeboten. Manch einer genießt aber einfach nur das Freiheitsgefühl, das sich beim entschleunigten Flanieren über die alten Lande- und Startbahnen einstellt. Kein Wunder, dass sich die Berliner Zivilgesellschaft im Jahr 2014 im Rahmen eines Volksentscheids gegen die Randbebauung dieser einzigartigen Freifläche gesträubt hat – mit Erfolg. Aufgrund seiner spannenden Geschichte und der heute schier endlosen Nutzbarkeit ist das Feld definitiv unser innerstädtisches Highlight unter den coronaverträglichen Rückzugsorten. Gerade denjenigen, die sich hier sportlich austoben wollen, raten wir, stets einen unserer Power Shots griffbereit zu haben, um im Zeichen der vergangenen Nutzung dieses Ortes regelrecht abheben zu können.

Wir könnten hier noch ewig weitermachen und euch die erzählenswerten Geschichten weiterer Grün- und Freiflächen der Stadt präsentieren, wie beispielsweise die Gärten der Welt im Nordosten oder die Heimat des ältesten Baums Berlins (genannt „dicke Marie“) im Tegeler Forst. Doch das würde definitiv den Rahmen sprengen. Zudem wollen wir unsere geschätzten Nachbarn aus Brandenburg nicht zu kurz kommen lassen, die mindestens ebenso lohnende Perlen der Natur zu bieten haben

Die schönsten Landschaften in Brandenburg

Bild Titel: Reisen in Brandenburgs Landschaften (Credits: Georgina Postlethwaite)

Zugegeben, das kann schwierig werden. Brandenburg ist nämlich mit knapp 30.000 km² das fünftgrößte deutsche Bundesland, aber nach Mecklenburg-Vorpommern das am wenigsten besiedelte. Das hat zur Folge, dass mehr als ein Drittel der Fläche des Bundeslands von Naturparks, Wäldern, Seen und Wassergebieten eingenommen wird. Wo also anfangen? Vielleicht bei dem kleinsten und zugleich ältesten Naturpark, der Märkischen Schweiz. Sie ist nämlich nur 200 km klein, strotzt aber vor purer Natur, die von etlichen Seen, Bächen, Wäldern, Hügeln und Tälern, Mooren, Feldern und Wiesen gekennzeichnet ist. Gut ein Drittel der Fläche ist Wald. Geografisch liegt die märkische Schweiz in etwa auf halber Strecke nach Osten in Richtung der polnischen Grenze und ist mit der Bahn von Berlin aus im Handumdrehen zu erreichen. Vor Ort tut sich ein rund 150 km langes Wanderstreckennetz auf. Besonders empfehlenswert ist der nur ca. 8 km lange Panoramarundweg um den Schermützelsee oder die 21 km lange Tagestour auf der Naturparkroute, von der ein kleines Teilstück ebenfalls am Westufer des Schermützelsee vorbeiläuft. Denkt dran: Wer nicht außer Puste geraten will, der gönne sich ab und an eine Pause und obendrein die ein oder andere Dosiereinheit vom kräftespendenden ESPRESSHOT. Das in ihm enthaltene Koffein erweitert die Bronchien und führt so zu einer erhöhten Sauerstoffaufnahme. Damit ihr noch tiefer Aufatmen und die brandenburgische Frischluft in euch aufsaugen könnt.

Den Überblick bewahren

Wer (verhältnismäßig) hoch hinaus will, dem sei die Heidehöhe ans Herz gelegt. Sie ist mit schlappen 201,4 m die höchste topografische Erhebung des sonst recht flachen Bundeslands. Sie liegt in den Grödener Bergen unmittelbar an der Grenze zu Sachsen. 2009 wurde dort ein 34 Meter hoher Aussichtsturm aus Lärchenholz errichtet, der einem den Blick über die Wipfel des umliegenden Kiefernwaldes erlaubt. Bei guter Sicht kann man dann das Elbsandsteingebirge östlich von Dresden und sogar das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig erkennen. Damit ihr die 162 Stufen bis zur Aussichtsplattform hoch und auch wieder runter schafft, legen wir euch einen Schluck vom ESPRESSHOT ans Herz.

Ruhe bewaren

Bild Titel: Entspannen in der Uckermark (Credits: Peter Wormstetter)

Last but not least, unser persönliches Highlight in Brandenburg. Vorweg: Es war nicht leicht. In der nahen Auswahl waren unter anderem der für seine schmackhaften Essiggurken bekannte Spreewald oder der Nationalpark Barnim, der gerade für gestresste Großstadtbewohner ein beliebter Rückzugsort ist, weil er direkt im Norden an Berlin angrenzt bzw. ein kleiner Teil sogar in die Bezirke Pankow und Reinickendorf hineinragt. Doch letzten Endes musste eine Wahl getroffen werden. Und diese fiel auf *Trommelwirbel*: die Uckermark. 

Nicht etwa, weil dieser Landstrich die Heimat von Angela Merkel ist. Sondern vielmehr, weil die Uckermark ausgesprochen groß und zeitgleich sehr dünn besiedelt ist. Und genau darum soll es bei corona-verträglichem Reisen ja gehen. Das Tolle an der Uckermark ist, dass hier mehr Platz nicht gleich mehr Kosten bedeutet. Die eiszeitlich geprägte, sanfte Hügellandschaft steht jedem Ruhe- und Freiraumbedürtigen zur freien Verfügung. Ganze 60% des Landkreises stehen unter Landschafts- und Naturschutz. Seen und Wälder sowie eine einzigartige Flora und Fauna erwarten dich hier. Nicht ohne Grund spricht man deshalb auch von der „Toskana des Nordens“. 

In diesem Sinne wünschen wir von #TeamESPRESSHOT einen schönen und vor allem sicheren Aufenthalt in „Bella Uckermark“, auf dass ihr gesund und munter bleibt und nicht aufhört, die Schönheit unserer heimischen Natur mit dem ESPRESSHOT im Gepäck zu erkunden und erleben. 

Wir sagen: „Grazie, ciao et bel soggiorno!“

 

Nachweise:

https://www.tageskarte.io/tourismus/detail/reiseweltmeister-deutschland-auf-platz-drei-der-laender-mit-den-meisten-reisenden-ins-ausland.html  
https://www.spiegel.de/reise/corona-krise-und-tourismus-reisen-wird-wieder-luxus-a-96095ff3-21e1-4414-a763-2bdac51fd153 
https://www.merkur.de/reise/virtuell-reisen-in-corona-zeiten-zr-13728292.html  
https://www.bz-berlin.de/berlin/so-gruen-ist-berlin-eine-stadt-eine-million-baeume-2500-parks#:~:text=%E2%96%BA%2012.926%20Hektar%20Stadtgebiet%20sind,und%20Sportanlagen%20(921%20Hektar)
https://www.berlin.de/senuvk/umwelt/stadtgruen/gruenanlagen/de/daten_fakten/downloads/ausw_5.pdf 
https://gruen-berlin.de/tempelhofer-feld
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154868/umfrage/flaeche-der-deutschen-bundeslaender/  
https://de.wikipedia.org/wiki/Brandenburg  
https://www.berlin.de/special/reise/brandenburg/1156999-1098592-naturparkm%C3%A4rkischeschweiz.html
https://www.elbe-elster-land.de/de/land-natur/natur-erleben/artikel-hoechste-erhebung-brandenburgs.html
https://www.berlin.de/special/reise/brandenburg/921756-1098592-uckermarkvielgr%C3%BCnvielruhevieleinsamkeit.html