Der neue Koffein Boost im Top 10 Ranking

Bild Titel: Espresshot.de Unsere Sorten und Koffein Booster (Credits: Monika Schreiber)

Koffein ist allgegenwärtig. Es begleitet viele von uns in ihren täglichen Leben und greift uns auf langen Autofahrten, im (Home)Office, in der Prüfungsphase oder als Leistungsboost im Sport unter die Arme.

Der Begriff Koffein leitet sich von der meist bekannten Koffeinquelle, dem Kaffee, ab. Aus den getrockneten Kaffeebohnen isolierte ein deutscher Chemiker 1820 erstmals den Stoff. So war Kaffee letztlich für die Namensgebung des Alkaloids Koffein verantwortlich. Daher denken wir auch bei Koffein in erster Linie an das Lieblingsgetränk der Deutschen. Fakt ist aber, dass viele verschiedene Pflanzen von Haus aus Koffein enthalten und der chemische Stoff sogar längst künstlich synthetisiert werden kann (mehr dazu bei Platz 2 im Ranking).

So hielt der Wachmacher nach und nach immer mehr Einzug auf der Speise- und Getränkekarte der heimischen Lebensmittellandschaft. Doch in welchen alltäglichen Produkten findet sich der Muntermacher und vor allem in welcher Konzentration? Oft werben Hersteller mit einem aktivierenden und belebenden Effekt. Doch was ist wirklich dran und wo bekommst du den größten Kick für dein Geld? In unserem Koffein Ranking arbeiten wir uns step by step vom niedrigsten bis zum höchstdotierten Produkt und machen reinen Tisch mit den Versprechen und Lobeshymnen, die den Markt überschwemmen.

Zur Berechnung des Koffeinpreises pro 100g Koffein (= “Koffeinboost”) orientierten wir uns an Getränke- oder Lebensmittelpreisen, wie ihr sie unterwegs – im Späti oder Café eures Vertrauens – in etwa vorfindet. Denn unser ESSPRESSHOT erfüllt genauso das Kriterium, immer & überall konsumierbar zu sein und wird mit all seinen Vorzügen obendrein andere koffeinhaltige Alltagsboosts ordentlich in die Mangel nehmen. Den genauen Ausgangspreis für unsere Berechnungen haben wir in einer übersichtlichen Ranking Tabelle am Ende aufgeschlüsselt. Es sind natürlich alles nur ca. Angaben, da die Preise schwanken können.

Aber bloß nicht gleich zum Ende scrollen, der Blick durch die einzelnen Teilnehmer des ultimativen Koffein Rankings lohnt.

Lern- und Aha-Effekte garantiert.

Bleibste dran, bleibste wach.

10. Coca-Cola

Coca-Cola

Bild Titel: Coca Cola Flasche (Credits: Jonathan Borba)

10mg Koffein/100ml --- 3€/Koffein Boost (≙ 1 Liter Coca-Cola)

Der Softdrink unter den Softdrinks. Coca-Cola hat es zu Weltruhm geschafft und ist unumstrittene #1 unter den meistverkauften koffeinhaltigen Softgetränken. Die Entdeckung des Getränks war aber eher Zufall. Ein gewisser John Pemberton experimentierte um 1886 an einen Sirup gegen Kopfschmerzen, welches ihn auch von seiner Morphiumsucht abbringen sollte und stieß dabei auf die heute noch sagenumwobene Coca-Cola Rezeptur. Kurz vor seinem Tod verkaufte er die Rechte an der Rezeptur an Asa Candler für schlappe 2.300 USD. Dieser begann daraufhin, ein Imperium aufzubauen, das exponentiell wuchs und dazu führte, dass Coca-Cola heutzutage in nahezu jeder Region der Welt erhältlich ist. Dass das Erfrischungsgetränk früher tatsächlich Kokain beinhaltete (weswegen es umgangssprachlich immer noch als „Coke“ bezeichnet wird) bestreitet der Konzern immer noch vehement. Der Wiener Pharmazeut Wilhelm Fleischhacker führte jedoch in einem 2006 erschienen Artikel aus, dass bereits Pemberton auf der Suche nach dem heilbringenden Sirup aktiv Kokain beimischte, weil er sich darin einen Ersatz für seine Opiumsucht erhoffte. Bis 1903 habe ein Liter Coca-Cola sogar bis zu 250mg Kokain enthalten, was zu mehreren Todesfällen in Verbindung mit dem Getränk geführt haben soll.
Spätestens seit 1914 ist Coca-Cola jedoch definitiv frei von Kokain, da in diesem Jahr eine Verordnung in den USA zum Verbot von Kokainzusatz in rezeptfreien Getränken verabschiedet wurde. Denkt man an die heutigen Straßenpreise von Koks, stellt sich die Flasche „Coke“ vor rund 120 Jahren tatsächlich als echtes Schnäppchen heraus. Heute kann das Getränk lediglich mit einem schlappen Koffeingehalt von 10mg/100ml punkten, was bedeutet, dass du für einen Koffein Boost von 100mg einen ganzen Liter trinken musst, der dich unterwegs gerne mal 3€ kosten kann und zudem ganze
108g Zucker mit sich bringt. Zur Erinnerung: Die empfohlene Maximaldosis Zucker am Tag liegt bei rund 50g für Frauen und ca. 65g für Männer. Die Konkurrenz Afri und fritz führen koffeintechnisch unter den Cola Getränken mit jeweils 25mg/100ml. Sprich jeweils 400ml sorgen für den 100mg Koffeinboost. Aber Vorsicht: Die beiden Colas haben sogar noch mehr Zuckergehalt als der Klassiker.

9. Mate

Mate

Bild Titel: Mate Flasche (Credits: toa heftiba)

20mg Koffein/100ml --- 1,50€/Koffein Boost (≙ 0,5 Liter Mate)

Was in unseren Kulturkreisen heute hip ist, ist in Südamerika schon seit langer Zeit an der Tagesordnung: Der Mate Tee, ein heißer Aufguss von Teilen des Matestrauchs, der nach kurzer Ziehzeit seinen charakteristischen, erdig-rauchigen Geschmack entfaltet. Traditionell wird er mit einer Bombilla (Trinkröhrchen aus Metall mit Filter) aus einem ausgehöhlten Flaschenkürbis, einer sogenannten Kalebasse, getrunken. Der Name Mate stammt von ebendiesem Trinkgefäß, dass auf Quechua als „mati“ (= „Trinkgefäß“) bezeichnet wird. Viele südamerikanische Völker schätzten schon damals die belebende und euphorisierende Wirkung des Tees und tun es noch heute. Der größte Mate Produzent ist Brasilien, gefolgt von Argentinien und Paraguay. Spannend ist, dass die Hälfte des Ernteertrags aus wildwachsenden Pflanzen stammt, obwohl die Kultivierung bereits im späten 19.
Jahrhundert anfing. Grund hierfür sind die nicht leicht herzustellenden Wachstumsbedingungen der Matepflanze, die beispielsweise in jungen Jahren sehr empfindlich auf zu viel Sonnenlicht reagiert. Blicken wir in unsere eigenen Gefilde, waren es anfangs die Tee-, Bio- und Reformläden, die Mate anboten. Längst stapeln sich Mate Softgetränke auch als trendiges Erfrischungsgetränk in sämtlichen Supermarktregalen. In ihnen ist ein Mate Extrakt enthalten und sie schaffen es immerhin auf durchschnittlich 20mg Koffein pro 100ml, was bedeutet, dass du einen halben Liter für dein Koffein Boost
von 100mg benötigst. Damit ist Mate im Koffein-Preis-Ranking mit 1,50€ für eine 0,5 Liter Flasche bzw. für 100mg Koffein nur halb so teuer wie Big Brother Coca-Cola.

8. Schwarztee

Schwarztee

Bild Titel: Scharzteetasse (Credits: Carolyn V)

25mg Koffein/100ml --- 4€/Koffein Boost (≙ 400ml Schwarztee)

Tee ist so normal geworden, dass uns der Hintergrund und die vielen verschiedenen Auf- und Zubereitungsarten oft gar nicht (mehr) bewusst sind. Zuerst sei festgestellt, dass mit Tee der Aufguss der getrockneten Teepflanzenblättern gemeint ist. Die Teepflanze selbst ist ein lang kultiviertes Strauchgewächs, deren kostbare Blätter Grundlage für die vielen Teesorten sind, die wir heute kennen. Wenn man von schwarzem Tee spricht, ist die Rede von den fermentierten und anschließend getrockneten Blättern. Beim Fermentationsprozess werden spezifische ätherische Öle freigesetzt, die später den charakteristischen Duft und Geschmack ausmachen. Grüner Tee ist schlichtweg nicht fermentiert. Oolong Tee nur teils. Der größte Teeproduzent ist China, mit einigen wenigen Ausnahmen aber vornehmlich für Grüntee. Danach folgt Indien, wo wiederum hauptsächlich Schwarztee produziert wird. Bezeichnungen wie Assam oder Darjeeling verweisen auf die Anbaugebiete, aus denen die Tees stammen. Verschiedene klimatische und geologische Bedingungen wie die Bodenzusammensetzung oder die Anbauhöhe sorgen jeweils für den typischen Geschmack. In Westeuropa findet Schwarztee mit Abstand den größten Anklang. In Ihm steckt auch am meisten Koffein, nämlich rund 25mg pro 100ml Aufguss. Der Koffeingehalt kann je nach Wassertemperatur und Ziehzeit jedoch variieren. Länger ziehen heißt mehr Koffein, aber gleichzeitig auch mehr Gerb- und damit Bitterstoffe.

Für eine Tasse Tee mit 300ml (≙75mg Koffein) werden gerne mal 3€ berechnet, was im Umkehrschluss 4€ für 100mg Koffein Boost (≙ einer großen Tasse mit 400ml) ausmacht. Unser Geheimtipp: Wenn man Tee im Supermarkt ersteht, wird die Rechnung gleich viel angenehmer.

7. Energy Drinks

Energy Drinks

Bild Titel: Energy Drink Monster Dose (Credits: neonbrand)

30mg/100ml --- 3,33€/Koffein Boost (≙ 330ml Energy Drink)

Es gibt unzählige Energy Drinks auf dem Markt, doch eine Sache verbindet sie alle: Sie versprechen oft mehr zu sein als sie eigentlich sind. Allein der Name suggeriert einen Mehrwert, der selbst im Vergleich zu einer Tasse Filterkaffee (siehe Platz 5 im Ranking) nicht gegeben ist. Doch vorab noch eine kurze Hinführung zum Thema: Die Idee des Energy Drinks stammt aus Japan und ist im 2. Weltkrieg zu verorten, wo japanischen Kampfjet Fliegern hochdosiertes Taurin zur Verbesserung der Sehleistung verabreicht wurde. Ende der 80er Jahre hat Dietrich Mateschitz den Energydrink nach Europa gebracht und begann von Österreich aus, das Imperium von Red Bull zu spinnen. Auch heute ist Taurin oft Bestandteil von Energy Drinks, wobei die maßgeblichen Energieträger tatsächlich Zucker für das schnelle, aber kurze Aufputschen, und Koffein sind. Mit geschicktem Marketing und der Erschaffung eines Lifestyles rund um die Marke Red Bull kreierte der Österreicher den Ruf der Energydrinks, der bis heute nachhallt und für viele Trittbrettfahrer sorgte. Das Schema ist immer das gleiche: Extremsport, vermeintliche Leistungssteigerung und die Vermittlung des Gefühls, dass es jeder so weit bringen kann, sobald er oder sie die nächste Dose Energy Drink runterspült. Wir stehen aber eher auf innere Werte und da schneiden Bull und Co gar nicht mehr so „extrem“ ab. Eine Dose Bull (250ml) beinhaltet 80mg Koffein, das macht 30mg auf 100ml. Bei einem Dosenpreis von 2,50€ im Späti macht das ganze 3,33€ für einen 100mg Koffein Boost. Unterm Strich heißt das höchstens: Mittelmaß.

6. Koffeinkaugummis

Koffeinkaugummis

Bild Titel: Kofeeinkaugummi (Credits: thought catalog)

35mg/Dragee --- 0,70€/Koffein Boost (≙ knapp 3 Kaugummis)

Archäologische Funde auf der ganzen Welt verteilt belegen, dass das Kauen von “Kaugummis” seit jeher fester Bestandteil menschlichen Daseins ist. Fraglich ist nur, ob man die Baumharze, die früher dafür hauptsächlich herhalten mussten, wirklich mit den heutigen Kaugummis zu vergleichen sind. Das erste industriell hergestellte Exemplar brachte der Amerikaner John B. Curtis 1848 auf den Markt. Er verwendete dabei ein Rezept aus Fichtenharz und Bienenwachs, das er sich von den Indianern abgeschaut hatte. Trotzdem gilt der Erfinder Thomas Adams als Vater des Kaugummis. Der “Adams’ New York Gum No. 1” wurde auf Basis von Chicle (Saft des mexikanischen Breiapfelbaums) produziert und erstmals in praktischer Streifenform angeboten. So konnten die Shops den Kaugummi, in denen er massenhaft verkauft wurde, für einen Kaufpreis von einem Penny praktisch zu kleinen.

Stücken abreisen. Anfangs noch geschmacklos, wurde schon kurz später mit den wildesten Geschmackszusätzen experimentiert. Den Durchbruch machte schließlich William Wrigley Jr. mit den Sorten “Juicy Fruit” und “Spearmint” und wurde damit zum erfolgreichsten Kaugummifabrikanten der Welt. Aber auch heute wird noch weiter an neuen Rezepturen gefeilt. Eine dieser Modeerscheinungen ist koffeinhaltiger Kaugummi, der mit einer schnellen Koffeinaufnahme über die Mundschleimhaut und der verstärkten Durchblutung des Gehirns durch das aktive Kauen beworben wird. Fakt ist, dass sich der Koffeingehalt dieser Kaugummis im Bereich von 35mg pro Dragee bewegt. Manche haben etwas mehr, mache etwas weniger. Für einen Koffein Boost von 100mg müsstest du dir fast 3 Kaugummis (2,85 um genau zu sein) auf einmal gönnen. Bei uns reicht das für Platz 6 im Ranking. Nicht mehr, nicht weniger.

5. Filterkaffee

Filterkaffee

Bild Titel: Filterkaffee (Credits: Devin Ayery)

40mg /100ml --- 2,50€/Koffein Boost (≙ 250ml Filterkaffee)

Der Filterkaffee steht im Prinzip für reinste Pragmatik. Denn früher und gerade im Orient gehörte es zum ausgiebigen „Kaffeeklatsch“ stets dazu, nach dem Kaffeegenuss im Bodensatz zu „lesen“ und das Kaffeeorakel nach seiner Weisung zu befragen. Es waren wohl jene, die nichts vom Aberglauben hielten oder einfach keinen bitteren Kaffeesatz beim letzten Schluck mittrinken wollten, die letztlich nach einem Weg gesucht haben, Kaffee und Satz zu trennen. Einen flächendeckenden Durchbruch machte dabei die Karlsbader Kanne, die auf noch frühere Seihkannen aus Frankreich zurück geht. Sie besteht aus zwei Porzellanteilen mit integriertem Filter und war vor dem ersten Weltkrieg in den Wiener Kaffeehäusern auf jedem Tisch zu finden. Sie erfuhr unter Kaffee Connaisseurs ein kleines Comeback und wird heute als eine der edelsten Kaffeezubereitungen geschätzt. Doch für den wirklichen Durchbruch in puncto Filtration sorgte eine Frau namens Melitta Benz, die im Jahr 1907, genervt vom Bodensatz in ihrer Tasse, kurzerhand eine Blechdose in die Hand nahm, mit Löchern versah und mit einem rund zugeschnittenen Stück Löschpapier aus dem Schulheft ihres Sohns den ersten Papierfilter herstellte. Damit wurde eine neue Ära eingeleitet, die sich bis heute zieht. Melitta ist heute das Aushängeschild für Filterkaffee schlechthin und das Prinzip hat sich weltweit etabliert. Anfangs noch als Handfilterung mit Nachguss, heute per Knopfdruck aus der röchelnden Filterkaffeemaschine. Das Lieblingsgetränk der Deutschen war geboren. Laut dem deutschen Kaffeeverband liegt der durchschnittliche pro Kopf Konsum der Deutschen bei 166 Liter im Jahr. Das macht fast einen halben Liter pro Kopf pro Tag! Zum Vergleich: Bei Bier liegen wir im internationalen Vergleich ”nur” auf Platz 3 mit rund 101 Liter pro Kopf pro Jahr. Aber zurück zum Kaffee. Hier die Hard Facts: Eine Tasse mit 200ml klassischem Filterkaffee für durchschnittlich 2€ bringt rund 80mg Koffein mit sich. Für einen 100mg Koffein Boost musst du also etwas mehr als eine Tasse trinken bzw. deinen Geldbeutel um 2,50€ erleichtern.

4. Bitterschokolade

Bitterschokolade

Bild Titel: Bitterschokoladentafel (Credits: tetiana-bykovets)

100mg/100g --- 3,00€/Koffein Boost (≙ 1 Tafel)

Per definition spricht man ab einem Kakaogehalt von 70% offiziell von “Bitterschokolade”. Wenn Schokolade zwischen 50% und 70% Kakao enthält, ist von Halb- oder Zartbitterschokolade die Rede. Alles darunter fällt in die Rubrik Milchschokolade und besteht neben Milchpulver hauptsächlich aus Zucker. Fakt ist: Je höher der Kakaoanteil, desto mehr Koffein enthält die Schokolade auch. Da der Kakaoanteil oft variiert, gehen wir hier vom Maximum mit 99% Kakaoanteil aus. Ausgewählte Sorten schaffen es dann auf bis zu 100mg Koffein in einer Tafel (100g). Wobei ein Maximum ja immer relativ ist, denn es gibt auch spezielle Schokoladen, die noch mehr auf den Zähler bringen. Beispielsweise die traditionelle Scho-Ka-Kola, eine runde Blechdose mit 16 einzelnen Schokodreiecken. Die Dose insgesamt schafft es auf ganze 200mg beziehungsweise 12,5mg Koffein pro dreieckiger Portion. Im Rahmen der olympischen Sommerspiele 1936 wurde sie als “Sportschokolade” angepriesen. Während des 2. Weltkriegs bezeichnete man sie dann als “Fliegerschokolade”, da sie fester Bestandteil der Luftwaffenverpflegung war. Nicht zu verwechseln mit der “Hausfrauenschokolade”, das waren nämlich mit Pervitrin (damaliger Handelsname für Methamphetamin) versetzte Schokopralinen, die den Hausfrauen in der Heimat “gegen schlechte Stimmung” helfen sollte, während die Männer an der Front kämpften. Auch der Begriff “Herrenschokolade” als Pendant für Bitterschokolade entsprang engstirnigem Gender-Marketing. So inszenierte man Ende des 19. Jahrhunderts dunkle Schokolade als die für harte Männer geeignete Variante der sonst eher weiblich assoziierten Vollmilchschokolade. Ob für Mann oder Frau - fest steht, dass die in Bitterschokolade enthaltenen Flavanole positive gesundheitliche Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben und blutdrucksenkend wirken. Und deren Koffeingehalt als leckerer Muntermacher zwischendurch dienen kann. Das findet im internationalen Vergleich vor allem bei den Schweizern Anklang. Sie verbrauchen im Schnitt etwa 8,8kg Schokolade pro Kopf im Jahr. Auf Platz 4 (nach Österreich und Irland) tummeln sich die Deutschen mit 7,9kg. Sonst bewerkstelligt kein anderes Land der Welt einen zweistelligen Pro-Kopf Konsum. Geht man vom maximalen Koffeingehalt “herkömmlicher”, reiner Bitterschoki aus, dann gibt es den Koffein Boost von 100mg (≙ 1 Tafel) für etwa 3€.

3. Espresso

Espresso

Bild Titel: Espresso Shot - nicht Espresshot.de (Credits: Nathan Dumlao)

110mg/100ml --- 7,20€/Koffein Boost (≙ ca. 3,5 Tassen Espresso)

Montag morgens, an der Piazza Santa Maria della Fede im Zentrum des wuseligen Neapels. Das Dröhnen der vorbeifahrenden Vespa erfüllt den Platz. Der Mann geht zielgerichtet auf die Kaffeebar zu, die er auch an jedem anderen Wochentag um die gleiche Zeit ansteuert. Kommentarlos schiebt er einen Euro über den Bartresen. Circa 30 Sekunden später wird ihm ein Espresso in einer vorgewärmten, dickwandigen weißen Porzellantasse serviert. Angenehm schokoladig nussiger Duft steigt aus ihr empor. Die Crema ist dicht und feinporig. Weitere 30 Sekunden später verlässt er die Bar wieder, gestärkt für den Tag, der vor ihm liegt. So oder so ähnlich spielen sich in Italien noch heute Szenen ab. Der Espresso ist Kulturgut, manifestiert im Alltag der Italiener:innen. Seine Geburtsstunde geht auf das Jahr 1900 im norditalienischen Mailand zurück. Jahre des Experimentierens diverser Tüftler, die mit Wassertemperatur, perfektem Kaffeemahlgrad, Dampf und Druck herumprobierten, führten letztlich zur Entstehung des Kultgetränks. Und noch heute unterliegt der Espresso ständigen Optimierungen. Neuen Maschinen gelingt es, immer noch mehr Aromen aus den Bohnen zu locken. Ob pur, als Doppio oder als Basis für Kreationen mit Milchschaum wie beispielsweise Cappuccino oder Latte Macchiato – der Espresso hat Kaffeekultur maßgeblich geprägt und wird die Kaffeewelt noch eine Weile beschäftigen. Auch die Herzen der Koffeinliebhaber schlagen bei der konzentrierten Kaffeeform höher. Ein Espresso (25ml) enthält in etwa 27,5mg Koffein. Auf 100ml (4 Espressi) hochgerechnet macht das 110mg Koffein. Damit schneidet der Espresso in der Koffeinkonzentration zwar gut ab, aber mal ganz ehrlich, wer trinkt schon 4 Espressi am Stück? Einen einzelnen Espresso gibt hierzulande (unseres Wissens) nirgends mehr für nur 1€, aber mehr als 2€ sollte er dann auch nicht kosten. Ergibt satte 7,20€ für 100mg Koffein Boost. Der hohe Preis hängt mit der geringen Servierprotion des Getränks bei vergleichsweise hohem Preis zusammen. An dieser Stelle ist in so manch anderem schnöden Koffein Ranking bereits Schluss. Wir haben aber eben erste die Bronzemedaille vergeben.

2. Koffeintablette

Kofeeintablette

Bild Titel: Kofeeintablette (Credits: Danilo Alvesd)

200mg/Tablette --- 0,18€/Koffein Boost (≙ einer halben Tablette)

Die wohl genussfreieste Methode, den Koffeinpegel aufrecht zu erhalten. Koffeintabletten sind nicht nur apothekenpflichtig, sondern mittlerweile auch fester Bestandteil von Drogeriemärkten. Abnehmer sind meist Menschen, die Kaffee aufgrund seines Säuregehalts nicht vertragen, notorische “zu spät Aufsteher”, denen nicht einmal die Zeit für die morgige Tasse Kaffee bleibt oder Leute, denen Kaffee schlichtweg nicht schmeckt (ja, das soll es geben!). Das industriell hergestellte Koffein für die Tabletten wird mittels Traube-Synthese gewonnen. Mit Weintrauben hat das jedoch herzlich wenig zu tun. Das chemische Verfahren zur Gewinnung von Koffein wurde nach Wilhelm Traube benannt, der im Jahr 1900 erstmals über seinen Erfolg bei der Koffeinsynthese publizierte. Die Ausgangsstoffe dafür sind - haltet euch fest - Chlor-Essigsäure und Harnstoff. Eine Koffeintablette beinhaltet meist 200mg Koffein und verfügt über eine Bruchrille in der Mitte, die eine gemäßigte Dosierung ermöglicht. So entspricht eine halbe Pille mit 100mg in etwa einer Tasse Filterkaffee. Aufgrund der Konsumform als Pille (in manchen Kreisen sogar als nasaler Konsum der zerstampften Tablette) kann es aber zu einer deutlich schnelleren Überdosierung kommen. Das empfohlene Maximum einer Einzeldosis Koffein liegt bei 200mg. Über den Tag verteilt wird geraten, nicht mehr als 400mg zu sich zu nehmen, wobei angemerkt werden muss, dass die körpereigene Toleranz bei täglichem Konsum rapide steigt und schließlich immer mehr konsumiert werden muss, um den gleichen Effekt zu erzielen. Warum also zur Pille greifen, wenn es auch anders geht? Der ESPRESSHOT fordert keine Einbußen, sondern bietet dir im Vergleich echten Mehrwert. Genau so schnell und unkompliziert, ohne dabei auf den gewohnt leckeren Kaffeegeschmack verzichten zu müssen. Der einzige Grund könnte dein (hoffentlich nicht) gähnend leerer Geldbeutel sein, denn einen Koffein Boost von 100mg (halbe Koffeintablette) gibt es zu Einzelhandelspreisen schon ab 0,18€. Das ist aber auch wirklich die einzige Rubrik, in der die Koffeintablette um einen verschwindend geringen Centbetrag “besser” ist. Wir finden, das sollte nicht dein Maßstab sein. Du hast besseres verdient nämlich...

1. ESSPRESSHOT

Espresshot.de

Bild Titel: Espresshot.de Unsere Sorten und Koffein Booster (Credits: Monika Schreiber)

 

292mg/100ml --- 0,69€/Koffein Boost (≙ 3 von insgesamt 5 Dosierstufen auf der ESPRESSHOT Skala)

Last but not least – mit kräftigem Trommelwirbel – unser unangefochtener Gewinner – wer hätte es erwartet? – Ladies and Gentlemen, meine Damen und Herren – Vorhang auf für den neuen Anführer unter den koffeinhaltigen Muntermachern - deinem neuen Begleiter durch dick und dünn - Tag und Nacht - the one & only ESSPRESSHOT. Geboren aus der Idee, das Ultimum aus dir herauszuholen, ohne dabei auf den Geschmack von Kaffee verzichten zu müssen und gleichzeitig die bestmögliche Praktikabilität und Einsatzbereitschaft zu ermöglichen. Ganz einfach – ohne Kaffeemaschine – nur du, dein treuer Begleiter und euer nächstes Vorhaben. Dich erwarten auf 100ml hochgerechnet geballte 292mg Koffein, die dich körperlich wie geistig auf das nächste Level katapultieren. Da die empfohlene Einzeldosis von maximal 200mg nicht überschreiten wollen, bieten wir dir kompakte 175mg im 60ml Shotformat. Auf der Flasche findest du eine Skala mit 5 Dosiereinheiten. Ein Koffeinboost von 100mg entsprechen in etwa 3 Einheiten.

Nochmal zum Vergleich: 3 Dosiereinheiten deines ESPRESSHOTs entsprechen vom absoluten Koffeingehalt 1 Liter Coca-Cola, einem halben Liter Mate und so weiter. Das macht unser Produkt zur konzentriertesten Form von Koffein und damit zum Sieger dieses Rankings. Und schont dabei sogar noch dein Portmonee. Nur 0,69€ für deinen 100mg Koffeinboost bzw. 1,20€ für einen ganzen ESPRESSHOT. Das ist der absolute Burner?

Bist’e dabei, bleibst’e wach.

#TeamESPRESSHOT


 

Koffeinranking - Top 10 Koffeinlieferanten

Rank Getränk Koffeinmenge / 100ml Preis / 100mg Koffein 100 mg entsprechen Ausgangslage zur Preisberechnung
1 ESSPRESSHOT 292mg 0,69€ 3 von 5 Einheiten auf der ESPRESSHOT Dosierskala 1,20€ für einen ESPRESSHOT
2 Koffeintablette 200mg 0,18€ einer halben Koffeintablette 3,50€ für 10 Tabletten
3 Espresso 110mg 7,20€ ca. 3,5 Espressi 2,00€ für 1 Espresso (25ml)
4 Bitterschokolade 100mg 3,00€ einer ganzen Tafel mit 99% Kakaoanteil 3,00€ für 100g Schokolade
5 Filterkaffee 40mg 2,50€ 1 ¼ Tassen Kaffee 2,00€ für 0,2l Filterkaffee
6 Koffeinkaugummi 35mg 0,70€ knapp 3 Kaugummis auf einmal 2,00€ für 8 Kaugummis
7 Energy Drink 30mg 3,33€ 1 ⅓ Dosen Red Bull 2,50€ für 0,25l Energy Drink (Dose)
8 Schwarztee 25mg 4,00€ einer großen Tasse mit 400ml 3,00€ für 0,3l Schwarztee
9 Mate 20mg 1,50€ einem halben Liter 1,50€ für 0,5l Club Mate
10 Coca-Cola 10mg 3,00€ einem ganzen Liter 1,50€ für 0,5l Coca-Cola

Tabellen Titel: Übersicht der Top 10 stärksten Koffein Getränke und Lieferanten

 

Nachweise: