Was hilft gegen Sekundenschlaf am Steuer?

Bild Titel: Autobahn bei Nacht und Sekundenschlaf am Steuer (Credits: Vlad Panov)

Fast jeder vierte Unfall mit Todesfolge auf der Autobahn ist laut Experten auf das Einschlafen am Steuer zurückzuführen. Durchforstet man den jährlichen Unfallreport des statistischen Bundesamts für das Jahr 2019, so wurden offiziell 2034 Unfälle von übermüdeten Kraftfahrern verursacht. Offiziell deshalb, weil man davon ausgeht, dass die Dunkelziffer noch viel höher ist. Die Zahlen basieren nämlich auf der Eigenauskunft der Unfallverursacher. In der Statistik tauchen also selbst wegen Übermüdung tödlich Verunglückte genauso wenig auf wie diejenigen, die zwar überlebten, aber nicht zugaben, dass sie den Unfall wegen eines kurzen Aussetzers verursacht haben.

Müdigkeit gleicht Trunkenheit

Übermüdung beim Führen von KFZ ist also ein sehr ernstes Thema, welches aber weniger allgemeine Ablehnung erfährt wie das beispielsweise bei Trunkenheit oder Drogeneinfluss am Steuer der Fall ist. Und das, obwohl sich nach Aussagen der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin die Schläfrigkeit beim Autofahren ganz ähnlich wie Alkohol verhält. Das Reaktionsvermögen nach 17 Stunden ohne Schlaf wird so beeinträchtigt wie mit 0,5‰ Alkohol im Blut, nach 22 Stunden sogar wie bei 1,0‰.

Sekunden des Blindflugs

Gerade außerorts und insbesondere auf der Autobahn, wo es gerne mal schneller zugeht, bedeutet jede unaufmerksame Sekunde höchste Lebensgefahr. Ist man mit Tempo 100 unterwegs, legt man innerhalb von 3 Sekunden Schlaf völlig unkontrolliert 80 Meter zurück. Ist man noch schneller oder hat noch längere Aussetzer, steigt entsprechend die Strecke, die im „Blindflug“ zurückgelegt wird und im schlimmsten Fall mit dem Auffahren in ein Stauende oder dem Abkommen von der Fahrspur oder sogar der kompletten Fahrbahn endet.

Jede Sekunde zählt

Bild Titel: Bei Unachtsamkeit zurückgelegte Wegstrecke in Meter bei 100km/h (Credits: adac.de)

Bild Titel: Bei Unachtsamkeit zurückgelegte Wegstrecke in Meter bei 100km/h (Credits: adac.de)

Was sind die Ursachen für Sekundenschlaf?

Meist liegen die Gründe für Sekundenschlaf, der in Fachkreisen auch als Mikroschlaf bezeichnet wird, auf der Hand. Lange (nächtliche) Fahrten ohne ausreichende Pausen. Mangelnde Sauerstoffzufuhr. Zusätzlich stimmen uns die Passivität durch das lange Sitzen und die Monotonie des ewig grauen Asphalts gerne schläfrig. So ist es nicht verwunderlich, dass eine Befragung des Verkehrssicherheitsrats (DVR) und der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) ergab, dass 260 von 1000 befragten Autofahrern angaben, bereits mindestens einmal am Steuer eingeschlafen zu sein. Das sind mehr als 25% und in Betracht des Gefahrenpotenzials eine erschreckende Zahl. Übrigens sind Männer deutlich stärker gefährdet als Frauen.

Theoretisch kann es jeden treffen. Praktisch sind aber bestimmte Gruppen besonders risikobehaftet. Dazu zählen Nachtschichtarbeiter (lese hier, wie du fit durch die nächste Nachtschicht kommst), Berufspendler, Vertriebler, allgemeine Vielfahrer und besonders die Gruppe der Berufskraftfahrer. Bei einer Umfrage von 353 Lkw-Fahrern gaben 46% an, schon einmal in Sekundenschlaf am Steuer gefallen zu sein. Zwar ist diese Umfrage nicht repräsentativ, so liefert sie doch einen erschreckenden Eindruck über die Verbreitung des Problems in dieser Gruppe. Bekannt ist auch der Grund dafür: Viele unter ihnen leiden unter Schlafapnoe. Vereinfacht gesagt bedeutet das ein regelmäßiges Aussetzen der Atmung beim Schlafen – bis zu 100 Mal in der Stunde – ohne dabei wach zu werden. Die Folgen sind meist lautes Schnarchen sowie ein erhöhter Puls in der Nacht, was zu verstärkter Müdigkeit und Konzentrationsstörungen am nächsten Tag führt. Gerade hinterm Steuer kann das tückische Konsequenzen haben. Denn Menschen, die unter Schlafapnoe leiden, sind 2,6 Mal anfälliger für Sekundenschlaf.

Aber auch andere Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Sekundenschlaf. Eine repräsentative Umfrage der DAK unter 5 200 Arbeitnehmer:innen zwischen 18 und 65 Jahren zeigte, dass fast jede zehnte Person unter schweren Schlafstörungen leidet. Dazu zählen beispielsweise Narkolepsie, im Volksmund als „Schlafsucht“ bezeichnet, oder das Restless-Legs-Syndrom, einer Art Bewegungsdrang der Beine im Ruhezustand, was zu Schlaflosigkeit und damit verbundener chronischer Müdigkeit führen kann. Auch Ein- bzw. Durchschlafstörungen, die man unter dem Sammelbegriff Insomnie fasst, führen zu Abgeschlagenheit am Tag und einer damit verbundenen erhöhten Anfälligkeit für Mikroschlaf.

Was hilft gegen Sekundenschlaf am Steuer?

Der ADAC hat eine umfassende Liste von Warnsignalen erstellt, anhand derer man erkennen kann, dass Sekundenschlaf droht. Darunter beispielsweise das vermehrte Überqueren des Seitenstreifens, schlechtes Erinnerungsvermögen über die letzten zurückgelegten Kilometer und brennende Augen mit schweren Lidern (die vollständige Liste findet ihr hier). Treten einer oder mehrere Punkte vermehrt ein, wird empfohlen, schnellstmöglich rechts ran zu fahren und eine Pause einzulegen. Dabei kann der Kreislauf mit ein paar Dehnübungen und einer Prise frischer Luft wieder in Schwung gebracht werden. Laute Musik und das Herunterlassen der Fenster verheißen hingegen nur kurzfristige Besserung.

Das Heimtückische ist jedoch, dass sich Sekundenschlaf gerne heimlich und unbemerkt einschleicht. Das konnten Fahrsimulationen mit Video- und EEG Aufzeichnung beweisen, bei denen deutlich wurde, dass die Betroffenen oft überhaupt nicht mitbekamen, wie sie langsam aber sicher immer müder wurden und letztlich für wenige Sekunden in den Schlafzustand übergingen.

Daher gibt es neben der Eigenbeobachtung auch andere Frühwarnsysteme, die rechtzeitig anschlagen, sobald Sekundenschlaf im Anflug ist. So soll der Ton beim Überfahren von Spurmarkierungen ein akustisches Warnsignal sein. Noch besser sind sogenannte Rüttelstreifen. Das sind Einfräsungen im Teer der Seitenstreifen, die beim Überfahren den potenziellen Sekundenschläfer wortwörtlich „wachrütteln“ sollen. Im Rahmen eines Pilotprojekts auf der Bundesautobahn A24 zwischen Hamburg und Berlin wurden diese bereits im Jahr 2003 getestet – mit positivem Ergebnis. Ihnen gegenüber stehen jedoch die immens hohen Kosten, die ein flächendeckender Einsatz mit sich bringen würde. Geschätzte 100 Millionen Euro würden die Fräsungen entlang des gesamten Autobahn-Streckennetzes verschlingen. Daher liegt das Projekt bis heute auf Eis.

Moderne Autos mit Müdigkeitswarnassistenten können schon heute Abhilfe schaffen. Spezielle Software analysiert dabei Lenkbewegungen, das Spurhaltevermögen und bezieht teilweise noch Faktoren wie die Fahrtdauer, das Blinkverhalten und die Tageszeit in die Berechnung mit ein. Tatsächlich wurde 2019 ein solches System zur Aufmerksamkeits- und Müdigkeitswarnung (DDAW) von der EU für neue PKW, LKW und Busse gesetzlich vorgeschrieben. Die Implementierung soll gestaffelt ab 2022/2024 bzw. 2024/2026 stattfinden.

Doch bis dahin wird es noch einige Verkehrsunglücke aufgrund von Mikroschlaf geben. Und auch wenn die ersten neuen Warnsysteme auf den Straßen auftauchen, wird ihr Gebrauch erst nach langer Zeit flächendeckend sein. Alte KFZ ohne entsprechende Technologie werden noch Jahre lang unterwegs sein. Und selbst wenn eines Tages jedes Auto über ein intelligentes Frühwarnsystem verfügt, wird es immer noch Unfälle aufgrund von Übermüdung geben, denn am Ende ersetzt keine Software die Selbstbeobachtung und die Verantwortung eines KFZ-Führers, auch wirklich auf das System zu hören.

Was rät die Wissenschaft bei Sekundenschlaf?

Wie so oft im Leben bedarf es für schwierige Angelegenheiten nicht unbedingt der kompliziertesten Lösungen. Tatsächlich gibt es ein regelrechtes Wundermittel, dass jeder Übermüdung den Garaus macht. Man nennt es Schlaf. So simpel das klingt, so effektiv ist die Wirkung. Vorausgesetzt, die Anzeichen werden rechtzeitig erkannt, hilft ein kurzer Powernap an der nächsten Raststätte wahre Wunder. Da der Organismus sowieso schon erschöpft ist, fällt das Einschlafen nicht schwer. Schon 20 – 30 Minuten können zu einer mittelfristigen Regenerierung führen. Und das Beste kommt erst noch: der Diplom Psychologe und Schlafforscher Dr. Roland Popp vom universitären schlafmedizinischen Zentrum Regensburg-Donaustau empfiehlt, vor dem Kurzschlaf an der Rasthaltestelle bewusst eine Dosis Koffein zu sich zu nehmen. Denn das Wirkungsspektrum von Koffein entfaltet sich erst nach 20 – 30 Minuten und schlägt demnach erst richtig an, sobald man ausgeruht vom Powernap wieder erwacht.

Wer keinen Tankstellenkaffee mehr zwischen seine Kiemen lassen will, aber trotzdem nicht auf feinen Kaffeegeschmack verzichten will, dem bleibt nur eins: Der ESPRESSHOT

Er stellt den perfekten Begleiter auf langen Autofahrten dar und lässt einen nie im Stich. Dank seiner kompakten Größe lässt er sich im Handschuhfach oder in der Mittelkonsole unkompliziert verstauen. Ja selbst in deiner Hosentasche findet er Platz und kann dann bei Bedarf dann bei lauwarmer Serviertemperatur genossen werden ;) Aber Spaß beiseite. 

Der ESPRESSHOT verfügt neben seinem wirksamen Koffeingehalt auch über eine wohldosierte Menge an wertvollem Guarana, das zusätzlich für einen langen und stabilen Koffeinspiegel in deinem Körper sorgt. Damit folgt auf das bekannte Koffein-Hoch nicht direkt ein Tief, welches wiederum Sekundenschlaf begünstigen könnte. Anhand der fünfteiligen Dosierskala lässt sich der ESPRESSHOT passgenau einteilen und bringt dich damit selbst durch die ermüdendste Nachtfahrt. Je nach Koffeintoleranz empfehlen wir eine schrittweise Einteilung unseres kleinen Kraftpakets während der Fahrt. Denn ein ESPRESSHOT hat auf 100ml Flüssigkeit gesehen mehr als 7x so viel Koffein wie ein herkömmlicher Filterkaffee. Wir sagen „Augen auf und durch“ und wünschen allen da draußen auf den Straßen gute Fahrt und sicheres Ankommen an eurem Ziel.

 

Nachweise:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Sekundenschlaf-Ursachen-und-Therapie,sekundenschlaf100.html
- https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Verkehrsunfaelle/Publikationen/Downloads-Verkehrsunfaelle/verkehrsunfaelle-jahr-2080700197004.pdf?__blob=publicationFile
-
https://blog.lapid.de/sekundenschlaf-am-steuer
- https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/verkehrsmedizin/muedigkeit-sekundenschlaf-auto/
- https://www.bast.de/BASt_2017/DE/Publikationen/Archiv/Infos/2009-2008/06-2009.html